![]() |
![]() |
|
|||||||||
KörperfettmessungErfolgskontrolle für Frühjahrsprogramme Bei Ernährungs- und Anti-Cellulite-Programmen im Spa wünscht sich der Gast rasch sichtbare Erfolge. Als Kontrollinstrument sind nicht nur Waage, Maßband und der Blick in den Spiegel gefragt, sondern auch professionelle Wege zur Körperfettmessung. Grundsätzlich geben Körperfettmessungen – auch Körpergewichtsanalysen genannt – einen detaillierten Aufschluss darüber, welchen Anteil am Körpergewicht die Fettmasse, die fettfreie Körpermasse und die Flüssigkeit ausmachen. Das sagt zwar dem Kunden zunächst einmal gar nichts, denn diesen interessiert nur, ob die Waage am Morgen ein Kilo weniger oder mehr anzeigt. Gewichtsverlust ist allerdings nicht immer gleich Fettverlust. Durch Diätmaßnahmen geht nämlich oft eine Menge an aktivem Gewebe (also Muskelmasse) verloren, wenn man z.B. nicht durch ein körperliches Training entsprechend gegensteuert. Die fettfreie Masse gibt die gesamte Menge des fettfreien Gewebes im Körper an. Mit Ausnahme des Körperfettes umfasst sie alle Körperbestandteile, wie z.B. Muskeln, Knochen, lebenswichtige Organe, Bindegewebe und Flüssigkeit. Bei gleichem Volumen ist fettfreie Masse deutlich schwerer als Fettmasse. Die Fettmasse zeigt u.a. in absoluten Werten das Gewicht des gesamten Körperfettes an. Man kann daher genau verfolgen, wie viel Gramm oder Kilogramm Körperfett man durch ein Spa-Programm tatsächlich verloren hat. Dies ist wiederum aussagekräftig für den Erfolg Ihres Programms. Ein weiteres Problem ist die fehlende Beratung. Was bringt einem der Körperfettwert ohne Auswertung der Messergebnisse und ohne anschließende Beratung? Nichts! Meistens basieren überhöhte Körperfettwerte auf falschem Ernährungs- oder Bewegungsverhalten und hier ist der Experte gefragt. Dieser erklärt und analysiert die Messergebnisse und kann dadurch den Kunden gezielt zum Erfolg führen. Hier zwei typische Beispiele: Problemfall 1: Der Kunde hat abgenommen, sein Körperfettanteil ist aber trotzdem gestiegen. Was ist passiert? Dies ist das klassische Beispiel für einen negativen Verlauf: der scheinbare Erfolg auf der Waage! Obwohl die Kilos purzeln, steigt der Fettgehalt an. Man ist zwar leichter geworden, aber auch „fetter“ und somit weniger gesund und leistungsschwächer. Warum? Der Körper hat während der Gewichtsreduktion hauptsächlich fettfreie Masse (Muskulatur) abgebaut und weniger Fettmasse, auf die es ja eigentlich ankommt. Ursache dafür kann sein, dass die Person generell zu wenig isst, so dass die Gesamtenergiebilanz zu niedrig ist oder sie sich zu wenig bewegt und/oder dem Körper zu wenig Eiweiß zugeführt hat. Beides ist wichtig, um die Muskulatur zu stärken. Geschieht dies nicht, sinkt der Grundumsatz – der Körper braucht dann weniger Energie. Wenn die Person aber dann nach einiger Zeit wieder „normal“ isst, schnellt das Gewicht wieder nach oben und sie hat oft mehr Gewicht als vorher. Das ist der so genannte Jojo-Effekt. An diesem Punkt ist es nun angebracht, durch eine richtige Ernährungs- und Bewegungsempfehlung gegenzusteuern. Problemfall 2: Der Kunde hat nicht abgenommen bzw. sogar zugenommen, aber sein Körperfettanteil hat sich reduziert. Was ist zu tun? Hier gilt: dranbleiben, denn man ist auf dem richtigen Weg! Der Körper baut Fettmasse ab und fettfreie Masse auf. Somit wird der Grundumsatz aufrechterhalten und/oder teilweise erhöht. Wenn das richtige Ernährungs- und Bewegungsprogramm allerdings fortgesetzt wird, dann geht auch bald das Körpergewicht zusammen mit dem Fett nach unten. In Marketing und Verkauf gewinnt die Körperfettmessung einen immer höheren Stellenwert, denn ein Körperfettmessgerät ist ein Marketinginstrument, das auf unterschiedlichste Weise verwendet werden kann: z.B. als Erfolgskontrolle für Entschlackungs- und Ernährungsprogramme, Personal Training, Akquiseinstrument für Promotionteams, Tool für Events (Tag der offenen Tür, Gesundheitswochen, regionale Verbrauchermessen, Stadtfeste …), in Volkshochschulen ergänzend zu Vorträgen, Kooperationen mit Ärzten und Apotheken zur gemeinsamen Marktbearbeitung usw. Vorteile der professionellen Körperfettmessung sind
Unterschiedliche Messtechniken. Voraussetzungen für jede professionelle Beratung sind immer eine korrekte Messdurchführung und eine kompetente seriöse Interpretation der Ergebnisse. Eine konsequente Schulung Ihres Personals ist deshalb ebenso erforderlich wie eine entsprechende Hardware. BIA - Das Verfahren der Bioelektrischen Impedanzanalyse (BIA) nutzt die unterschiedliche elektrische Leitfähigkeit von Knochen, Organen und Körperfett. Durch ihren Elektrolytanteil sind Körperflüssigkeiten ausgezeichnete Leiter für elektrischen Strom, Zellen wirken durch ihre Lipoproteinschicht in der Membran wie Kondensatoren, während Fett als Nichtleiter zu charakterisieren ist. Aus den gemessenen Widerständen (Resistanz, Reaktanz) wird unter Berücksichtigung personenbezogener Daten wie Größe, Gewicht, Geschlecht und Alter über Algorithmen die Körperzusammensetzung errechnet. Bei einem professionellen Messsystem der BIA werden sowohl der Ober- als auch den Unterkörper in die Messung mit einbezogen und somit werden repräsentative Daten ermittelt. NIR - Die Nah-Infrarotlicht-Spektroskopie (NIR) macht sich die unterschiedliche Wirkung von Infrarotlicht-Strahlen auf die einzelnen Gewebe zunutze. Ein Teil der Strahlung wird absorbiert, ein anderer reflektiert; Letzterer wird analysiert. Verschiedene chemische Zusammensetzungen im Körper, wie z.B. Fett, können aufgrund der unterschiedlichen Absorptionswerte bestimmt werden. Statistische Vergleiche mit der Densitometrie (goldener Standard) ergaben, dass die Messung am Bizeps des dominanten Armes zu ausreichenden Korrelationswerten führte. Bei der NIR sind außer der Bestimmung des aktuellen Körpergewichtes keine Messvorbedingungen notwendig. Calipometrie - Die Calipometrie ist ein einfaches Verfahren zur Ermittlung des Körperfettgehaltes. Da etwa 50–70% des Körperfettgewebes subkutan (unter der Haut) gespeichert werden, kann man mit Hilfe einer Fettmesszange (Caliper) an unterschiedlichen Messpunkten die Hautfaltendicke bestimmen. Hierzu werden die Haut und das subkutane Fett zwischen Daumen und Zeigefinger gepresst und von der darunter liegenden Muskulatur abgehoben. Die Dicke der so erzeugten Hautfalte wird mit dem Caliper gemessen. Über eine Berechung mit Hilfe eines speziellen Logarithmus der Ergebnisse aus den unterschiedlichen Hautfaltendicken lässt sich anschließend der Körperfettanteil bestimmen. Zu berücksichtigen ist, dass die Dicke der Hautfalte vom Alter, von der Rasse und dem Hydrierungsgrad abhängig ist. Ein oftmals unbeachteter Faktor ist der intra-individuelle Unterschied bei der Verteilung des Fetts. Übergewichtige speichern deutlich mehr Fett subkutan ab als normalgewichtige Menschen. Tipps zur Geräteauswahl. Zentrale Fragen, die man sich vor dem Kauf eines Körperfettanalysegerätes stellen sollte:
Autor: Michael Marx, DEGASPORT München
|
|||||||||||